7 Tage Mental-Diät: Stell dein Leben in 1 Woche um!

gesunde Früchte

Inhalt

  • Das Spiel des Lebens
  • Warum macht man eine mentale Diät?
  • Wie funktioniert das? Die Regeln
  • Leitsatz 1: Du bist, was du denkst!
  • Leitsatz 2: Wach auf! Werde ein bewusster Denker.
  • Leitsatz 3: Negative Gedanken können anklopfen, aber du musst sie nicht reinlassen.
  • Leitsatz 4: „Denk“ ist stärker als „Denk nicht“
  • Leitsatz 5: Neuausrichtung – so wird der Feind zum Freund
  • Leitsatz 6: Steh auf und lächle!
  • Leitsatz 7: Sei dankbar und vermehre damit alles
  • Was kannst du erwarten?
  • Jetzt wo du dein Leben geändert hast, ändere die Welt

Das Spiel des Lebens

Das Leben ist ein Spiel: spiel dein Lieblingsspiel!

Ich finde das Leben muss Freude machen! Wie ist das bei dir? Wie sehr verlangst du danach, einfach glücklich und unbeschwert zu sein, wie ein kleines Kind? Wie oft bist du im Flow, voller Leichtigkeit und mit riesiger Lust, die ganze Welt zu umarmen?

Leider leben wir oft inmitten riesiger Berge aus mentalem (Gift-) Müll und damit weit unterhalb unserer Möglichkeiten. Im Laufe der Jahre werden wir konditioniert. Uns wird beigebracht wie wir sein, leben und was wir tun sollen. Wir sind ferngesteuert und merken es vielleicht nicht mal.

Für meine innere Welt habe ich 2001 die erste „Kur“ gemacht. Ich habe alle Medien weggelassen. Der Fernseher tat mir den Gefallen. Er ging kaputt. Damit war meine mentale Landschaft zwar entlastet, aber noch nicht gut bereinigt. Immer noch überwog der Schmutz.

So bin ich 2017 wieder auf das Thema gestoßen. Die Auslöser waren zwei Bücher: Lebe nach deinen eigenen Regeln und Wecke den Riesen in dir. Beim Vertiefen das Themas stieß ich auch auf die 7 Tage Mental-Diät. Das Original-Buch dazu wurde in den 30er Jahren von Emmet Fox geschrieben. Nun ist das nicht so flüssig lesbar, wie wir das heute erwarten. Aber glücklicherweise hat Jacqueline Garwood eine aktualisierte Variante davon veröffentlicht. Genau das hat mir auf die nächste Stufe in meiner persönlichen Entwicklung geholfen. Deswegen stelle ich es dir heute vor.

Warum macht man eine mentale Diät?

Dein eigener Geist ist ein heiliger Raum, in den nichts Schädliches eintreten kann, außer mit deiner Erlaubnis.

Ralph Waldo Emerson

Nun wissen wir, dass in uns bereits eine ganze Menge mentaler Müll lagert, der uns das Leben unnötig schwer macht. Aber warum ist das so? Das sehen wir in diesem Kreislauf:

Existenz mit Kreislauf aus denken – fühlen – handeln – leben und äußeren Einflüssen
Existenz mit Kreislauf aus denken – fühlen – handeln – leben und äußeren Einflüssen

Wie wir denken, bestimmt unsere Gefühle. Wir wir uns fühlen, bestimmt unsere Handlungen. Wie wir handeln, bestimmt unser Leben. Und wie wir leben, bestimmt wiederum unser Denken.

Und woher kommt der Inhalt unseres Denkens? Du weißt es. Genau deshalb macht die mentale Diät Sinn. Man trainiert sein bewusstes Denken, sich auf die guten Dinge im Leben zu fokussieren. Und deswegen ist das oberste Ziel: eine beständige, positive Denkweise.

Wie funktioniert das? Die Regeln

Regeln sind nicht heilig, Prinzipien schon.

Franklin D. Roosevelt

Sei gewarnt, wenn du dich auf diese Reise begibst. Die mentale 7 Tage Mental-Diät ist definitiv kein Spaziergang im Park. Es kann sehr herausfordernd sein auf diesem Weg zu bleiben. Aber es hat auch einen großen, möglichen Lohn. Diese eine Woche kann ein echter Wendepunkt in deinem Leben werden!

Für die mentale Diät folgst du diesen Regeln:

1. Für 7 Tage lässt du keinen negativen Gedanken in dir verweilen.

2. Lass negative Gedanken los, sobald sie du sie vernimmst.

3. Fang von vorne an, wenn du einen negativen Gedanken für eine bestimmte Periode im Kopf hattest.

Ist das einfach? Dann leg los!

Leitsatz 1: Du bist, was du denkst!

Gedanken werden Dinge. Wähle die guten.

Mike Dooley

Wir sind, was wir denken: Das ist eine fundamentale Wahrheit. Ändert sich dein Denken, so tut das auch dein Leben. Vielleicht hast du schon vom Gesetz der Anziehung gehört. Genau das ist damit gemeint. Deine Gedanken erschaffen deine Realität. Du hast die Kontrolle darüber. Wähle sie also sorgsam!

Leitsatz 2: Wach auf! Werde ein bewusster Denker.

Nur durch deinen bewussten Verstand kannst du dein Unterbewusstsein erreichen. Dein Bewusstsein ist der Wachmann am Tor.

Robert Collier

Seit früher Kindheit lernen wir, wie jeder in unserer Familie, unserer Umgebung, unserem Land und unserer Kultur zu sein hat. Unsere Denkmuster werden tief verwurzelt und automatisiert. Aber du kannst lernen sie aktiv zu wählen. Anfangs ist es überwältigend bei zirka 10.000 Gedanken pro Tag.

Wie kannst du beginnen sie zu kontrollieren? Wir müssen unser kleines Ego verlassen und die Perspektive von unserem größeren Selbst einnehmen, das wiederum Teil des großen Ganzen ist. Wir tun das immer, wenn wir bewusst über etwas nachsinnen.

Wir können nicht jeden Gedanken überwachen. Aber wir können immer, wenn wir einen negativen Gedanken wahrnehmen, ihn aktiv aus unserem Sein verbannen! Du bist der Türsteher. Du entscheidest. Das erfordert am Anfang Konzentration und Anstrengung, aber bald wird das deine zweite Natur.

Leitsatz 3: Negative Gedanken können anklopfen, aber du musst sie nicht reinlassen.

Deine Philosophie drückt sich am besten in deinen Entscheidungen aus, nicht mit deinen Worten.

Eleanor Roosevelt

Was genau ist ein negativer Gedanke? Alles was mit Angst, Versagen, Enttäuschung, Schwierigkeiten, Neid, Kritik, Geiz, Hass, negativen Urteilen und dergleichen zu tun hat! Aber du brauchst keine Liste. Sie haben alle eins gemeinsam: Sie sind nicht konstruktiv und bringen dich in eine Abwärtsspirale. Das hilft niemandem.

Was macht du also mit negativen Gedanken?

1. Frag dich einfach Wäre es nicht schön, wenn …? und finde so die besten für dich vorstellbaren Alternativen.

2. Begutachte und sage „Guter Gedanke: du darfst rein“ und „Schlechter Gedanke: du bleibst draußen“.

3. Sprich das Nicht-Knoten-Gebet

All das hilft dir im Umgang mit negativen Menschen und Situationen. Es macht dich bereit für Herausforderungen. Anfangs ist das erschöpfend. Das ist, wie wenn man beginnt ein verwahrlostes Haus zu reinigen. Erst mit der Zeit kommt an einzelnen Ecken etwas Glanz. Später wird es aber mehr. Das Fundament wird stärker. Dann wirst du auch mit Herausforderungen besser umgehen können.

Leitsatz 4: „Denk“ ist stärker als „Denk nicht“

Fülle deinen Geist mit Licht, Glück, Hoffnung, Gefühlen der Sicherheit und Stärke und bald wird dein Leben diese Qualitäten widerspiegeln.

Ramez Sasson

Brian Tracy beschreibt im Buch Das Maximum-Prinzip das Gesetz der Ersetzung: Dein Bewusstsein kann immer nur einen Gedanken auf einmal festhalten und du kannst einen Gedanken durch einen anderen ersetzen. Das erlaubt es dir, die negativen bewusst durch einen positiven zu ersetzen.

Und du musst nicht warten, bis du herausgefordert wirst. Mach es wie die Feuerwehr: Übe immer wieder den Ernstfall. Zum Beispiel: „Ich freue mich so, dass ich der einzige Denker in meinem Kopf bin. Ich entscheide worauf ich mich fokussiere. Ich entscheide mich jetzt für ausschließlich gute Dinge in meinem Leben. Ich wähle freundlich zu sein.“ Oder: „Ich sehe meine Gedanken ins negative rutschen. Ich denke jetzt an alle Gründe, warum diese Situation großartig ist. Danke, dass ich mit ihr wachsen kann!“.

Leitsatz 5: Neuausrichtung – so wird der Feind zum Freund

Wenn du in Bedrängnis kommst, wenn du denkst alles ist gegen dich und du hältst es nicht einen Moment länger aus, dann gib nicht auf. Das ist der Moment, in dem das Blatt sich wendet!

Harriet Beecher Stowe

Du kommst gewiss in Situationen, die dich traurig machen, enttäuschen oder frustrieren können. Stell dir vor dein Auto geht kaputt und du bekommst eine hohe Werkstattrechnung. Da ist eine hohe Wahrscheinlichkeit für negative Gedanken. Sie klopfen. Du willst sie reinlassen: den Ärger, das Selbstmitleid, die schlechte Laune. Doch hilft dir das? Löst es das Problem? Du sollst dich ja nicht belügen, aber du bist doch nicht dumm!

Nimm eine neue Perspektive ein. Tausche den Rahmen von deinem Bild. Das macht den Unterschied. Du beginnst die guten Aspekte einer Situation zu sehen. Oft gelingt uns das erst in der Rückschau. Aber mit etwas Übung wird es dir bald schon viel schneller gelingen.

Auch hier kannst du deinen Werkzeugkasten weiter aufbauen. Dann bist du gewappnet:

1. „Ich kann die Art und Weise ändern, wie ich darüber denke. Tatsächlich war dies eine gute Sache, denn jetzt kann ich ….“.

2. „Das scheint im Moment schlecht zu sein, aber vielleicht erweist es sich auf lange Sicht als etwas Gutes. Wie könnte sich das zu meinem Vorteil auswirken?“

3. „Was ist für mich die Lehre daraus? Wie kann ich sicherstellen, dass ich diesen Fehler nicht wiederhole?“

Leitsatz 6: Steh auf und lächle!

Manchmal ist deine Freude die Quelle deines Lächelns, aber manchmal kann Lächeln die Quelle deiner Freude sein.

Thich Nhat Hanh

Neben dem Prinzip der Ersetzung gibt es von Neville Goddard das Gesetz der Umkehrung: Wenn eine Ursache (a) eine Wirkung (b) hervorruft, dann kann umgekehrt die Wirkung (b) die Ursache (a) hervorrufen. Zum Beispiel kann Magnetismus elektrische Spannung verursachen. Und andersrum kann elektrische Spannung eben Magnetismus entstehen lassen.

Wenn ich dir 10.000 Euro geben würde, falls du mir ganz genau einen depressiven Menschen beschreibst, könntest du das? Natürlich! Genauso geht es auch umgekehrt. Wie ginge es dir, wenn du glücklich, gesund, erfüllt und reich wärst? Das weist dir den Weg: Trage deinen Kopf hoch erhoben, bewege dich wie ein Sieger, wandle voller Sicherheit und tanze förmlich mit allem!

Tu einfach so als ob! Tu so, als ob du schon glücklich wärst! Tu so, als ob du schon den neuen Job hättest! Tu so, als ob du schon deinen Traum-Partner hättest. Egal was es für dich ist. Tu so, als ob das Leben deiner Träume bereits Realität wäre!

Das schließt den Kreis zum Gesetz der Anziehung. Du erzeugst in dir und um dich herum genau diese Aura. Die Dinge können dann gar nicht mehr anders als deiner Wege zu kommen! Also: Lächle, wenn du nichts zu lächeln hast! Dann wird dein Lächeln etwas finden, worüber es lächeln kann!

Leitsatz 7: Sei dankbar und vermehre damit alles

Wir neigen dazu, zu vergessen, dass Glück nicht das Ergebnis davon ist, etwas zu bekommen, das wir nicht besitzen, sondern vielmehr Anerkennung und Wertschätzung für das, was wir [bereits] besitzen.

Friedrich Koenig

Dieser Leitsatz ist ein integraler Bestandteil deiner neuen, blühenden mentalen Landschaft. Wertschätzung und Dankbarkeit können dein Leben in einem Augenblick verändern. Wenn du auf einem rauhen Pfad bist, halte einen Moment inne und denk an all die guten Dinge in deinem Leben. Das verleiht dir Stärke. So wirst du besser mit allem fertig, was dir über den Weg läuft.

1. Nenne deine Segnungen: Wir leben in einer zauberhaften Welt. Du kannst das hier lesen? Dann kannst du dankbar sein für deine Augen, deinen Computer, dafür das du lesen gelernt hast, das deine Eltern dich beschützt und aufgezogen haben und deine Lehrer, die dir das Lesen beigebracht haben. Und da ist noch sooooooo viel mehr!

2. Fordere dich selbst heraus: Mach in einem harten Moment eine Liste von allem, was gerade nicht läuft. Aber finde dann mehr Dinge, die trotzdem positiv sind.

3. Mach Dankbarkeit zur Gewohnheit: Nimm morgens dein Tagebuch und schreib mindestens 3 Dinge auf, für die du gerade dankbar bist. Wenn du aufwachst, kannst du dankbar sein für diesen neuen Tag. Wie viele Menschen werden wohl heute nicht mehr aufwachen? Du hast dieses einzigartige Privileg. Und wenn du abends nicht einschlafen kannst, versuche in Gedanken von A bis Z zu kommen und Dinge mit diesen Anfangsbuchstaben zu finden, für die du dankbar bist.

Was kannst du erwarten?

Wenn es geschieht, mach dir keine Sorgen. Schmore nicht. Geh einfach weiter. Du wirst auch anfangen zu geschehen.

Theodor Seuss Geisel

Bestimmt startest du die mentale Diät voller Elan und Optimismus. Denk immer daran: alles geht irgendwann mal schief. Ist es deswegen eine Verschwörung? Nein, natürlich nicht. Es sind nur negative Gedanken.

Mach dich nicht fertig, falls es nicht gleich klappt. Sei nachsichtig mit dir selbst. Fang einfach nochmal an. Geh durch die Übungen und such dir Verbündete, mit denen du das zusammen durchziehst.

Du bist nicht das Opfer deiner Gedanken und Launen. Das ist das Ende deiner Diät und der Beginn deines neuen Lebens. Nun ändert sich deine Welt. Du kommst dem näher, wie du leben willst und kannst! Du verdienst eine erfüllte, liebevolle Existenz!

Jetzt wo du dein Leben geändert hast, ändere die Welt!

Zweifel nie daran, dass eine kleine Gruppe von nachdenklichen, engagierten Bürgern die Welt verändern kann. Es ist in der Tat das Einzige, was das je getan hat.

Margaret Mead

Glückwunsch!!! Du hast es geschafft! Du hast die Herausforderung akzeptiert und 7 Tage lang nur positive Gedanken gepflegt. Bestimmt hat dich das als Mensch verändert. Bist du jetzt bereit für den nächsten Schritt? Stell dir vor was passiert, wenn die Kraft der positiven Gedanken auf andere Menschen übertragen wird.

Wir können eine Welt erschaffen, wo jeder genug zu essen und ein Dach über dem Kopf hat und in Frieden lebt. Stell dir vor, dass jeder geliebt und geschätzt werden kann. Wenn du dir das vorstellen kannst, dann ist es auch möglich! Jeder Gedanke und jede Stimme macht einen Unterschied. Alle die bisher die Welt verändert hat, haben etwas mit dir gemeinsam: Sie sind „ganz normale“, zauberhafte, einzigartige Menschen, so wie du! Vergiss nie deine Macht die Welt zu verändern!

In 💙, Samuel

Veröffentlicht von samle

Athlet, Autor und Coach

11 Kommentare zu „7 Tage Mental-Diät: Stell dein Leben in 1 Woche um!

  1. Eine wunderbare Zusammenfassung. Ich habe gerade eine Ausbildung zum Entspannungspädagogen hinter mir und hier war auch das Mentaltraining ein Bestandteil. Ich finde es spannend, wie sehr man nur durch seine Gedanken und seine Gedankenmuster nicht nur sich selbst sondern auch seine Umwelt verändern kann.

  2. Drei Wörter lese ich am Morgen rund,
    mehr schaff‘ ich nicht zu früher Stund!
    Muss wohl später kommen noch einmal,
    bei gutem Licht im Sonnenstrahl,
    um zu erfassen, was da geschrieben,
    was vom ersten Überfliegen – mir ist gebleben …

  3. Wie treffend formuliert. Genau das brauchte ich heute noch einmal zur Erinnerung, danke.

    Mir fiel dazu noch nachfolgendes ein:

    „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“ – also, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst oder deinen Fokus ausrichtest, dahin wendet sich die Energie.

    Kennst jemand die Geschichte mit dem Indianer, der seinem Sohn die Geschichte von den zwei Wölfen erzählt, die jeder von uns in sich trägt? Dem guten und dem bösen Wolf, die gegeneinander kämpfen?
    Der Sohn fragt, wer gewinnen würde und der Vater antwortet: Der Wolf, den man füttert.

    Herzlichst, das Licht

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